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Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim

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Kleines Lexikon zu Kirche & Glauben

Buchstabe D:

Dekan (Dekanin)

Der Begriff (in dem Namen steckt das ömische Zahlwort "zehn") meint ursprünglich einen niederen Dienstgrad im spätrömischen Heer, nämlich den Aufseher über 10 Soldaten. Erst später wurde daraus die Bezeichnung für einen Aufseher über 10 Mönche und - noch später - zur Bezeichnung eines kirchlichen Würdenträgers, dem die Aufsicht über die inneren Angelegenheiten eines Domkapitels oblag.

In der EKHN ist damit die Leitungsfunktion eines kirchlichen Bezirks (Dekanat) gemeint. Der Dekan/die Dekanin ist Dienstvorgesetzte/r der Pfarrer/innen und der direkten Mitarbeiter/innen eines Dekanates. Er leitet gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Dekanatssynodalvorstandes das Dekanat.

Die Dekaninnen und Dekane müssen Pfarrerinnen oder Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf Lebenszeit sein. Sie werden von der Dekanatssynode gewählt. Dazu legt die Kirchenleitung im Einvernehmen mit dem Dekanatssynodalvorstand einenWahlvorschlag vor. Die Dekaninnen und Dekane führen dasAmt für die Dauer von sechs Jahren.Wiederwahl ist möglich.

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Diakonie

"Diakonie ist Christsein in der Öffentlichkeit" - so heißt es richtig im Leitbild des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland. Oder anders gesagt: Es ist der immer wieder neue Versuch jenes biblische Wort konkret werden zu lassen:

"Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. (1.Joh.3,18)"

Und in der biblischen Botschaft hat diakonisches Handeln auch seinen Ursprung: Da fragt Jesus, nachdem er das bekannte Gleichnis vom Barmherzigen Samaritaner erzählt hat: "Wer war dem Nächster, der unter die Räuber fiel?" Die Antwort lautet: "Der Barmherzigkeit an ihm tat." Daraufhin sagt Jesus: "Gehe hin und tue des gleichen!" Zur Barmherzigkeit an den in Not geratenen bereit und fähig sein - darum also geht es der Diakonie. Schon in der allerersten Christengemeinde in Jerusalem wurde dies umgesetzt, wie der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte erzählt. Dort gab es wohl zahlreiche Witwen, die sich der Gemeinde angeschlossen hatten, zum Teil sogar aus den unterschiedlichsten Provinzen des römischen Reiches nach Jerusalem gekommen und dort Christinnen geworden waren. Witwen aber hatten keine eigene finanzielle Versorgung, waren auch nicht erbberechtigt. Das Erbe fiel an die Familie des verstorbenen Mannes zurück, die davon die Witwe versorgen musste. Hatte die sich aber von der Familie ihres Mannes getrennt, stand sie mittellos da und musste nun von der Christengemeinde, die sich als neue Familie verstand, mitversorgt werden. Dafür wurden geeignete Leute ausgewählt, die für die Organisation der Witwenspeisungen zuständig waren.

Dies war sozusagen der Startschuss der organisierten, professionellen Hilfe, die in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert innerhalb und außerhalb der evangelischen Kirche einen enormen Umfang und Ausdifferenzierung in die unterschiedlichsten sozialen und sozialpolitischen Arbeitsfelder hinein genommen hat. Bei aller notwendigen Professionalität will diakonische Arbeit, egal ob in Verbänden und Einrichtungen oder Kirchengemeinden immer auch Zeichen der Liebe Gottes und der Hoffnung auf die Überwindung aller Not sein.

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Dimissoriale

[das; lateinisch, "Entlassungsbrief"] - Für Amtshandlungen (Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Bestattungen), die bei einem anderen als dem Pfarramt des Hauptwohnsitzes vorgenommen werden sollen, wird das sogenannte Dimissoriale benötigt, eine schriftliche Zustimmung des Wohnsitz-Pfarramtes, das gegen die Durchführung der Amtshandlung in der anderen Gemeinde, oder durch eine/n andere/n Pfarrer/in keine Einwände oder Bedenken bestehen. Damit soll sichergestellt werden, dass mit der Durchführung der Amtshandlung keine kirchengemeindliche oder kirchenrechtliche Ordnung umgangen werden soll. In diesem Fall darf nämlich das Dimissoriale nicht erteilt werden.

Dem Dimissoriale liegt das sogenannte Parochialrecht zugrunde, demzufolge die Einwohner einer Parochie (Pfarramtsbezirk) in den Zuständigkeitsbereich des oder der zuständigen Pfarrer/in fallen. Mit dem Dimissoriale wird die betreffende Person also für einen konkreten Anlass aus dieser Zuständigkeit entlassen - daher der Name. Damit zusammen hängt auch, dass sogar eine Amtshandlung an einem Einwohner, der aus der Kirche ausgetreten ist, das Dimissoriale voraussetzt, wenn diese Amtshandlung in einer anderen Kirchengemeinde vorgenommen werden soll.

Das Dimissoriale ist nicht mit einer Umgemeindung zu verwechseln, durch die ein Gemeindeglied in eine andere, als die Wohnortgemeinde wechselt, und mit der sich die Zuständigkeit dann generell auf die neue Gemeinde verlagert. Vielmehr gilt das Dimissoriale immer nur einmalig für eine konkrete Amtshandlung. Zu unterscheiden ist das Dimissoriale schließlich auch von dem Patenschein, der für die Übernamhe des Patenamtes in einer anderen Kirchengemeinde benötigt wird. ...mehr

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Drei Könige, die heiligen

Im Matthäus-Evangelium (Kapitel 2) wird erzählt, dass "Magier aus dem Morgenland" nach Jerusalem kamen und den "neugeborenen König der Juden" suchten. Weder ist dort von Königen, noch von ihrer Zahl die Rede. Erst in dem unterschiedliche Stellen des Alten Testamentes (Jesaja 49,7; Psalm 60,30) durch die Geburtsgeschichte des Evangelisten quasi als erfüllt angesehen wurden, wurden in der christlichen Tradition aus den Magiern Könige und werden in der Kunstgeschichte auch entsprechend dargestellt.

Neben der symbolischen Bedeutung der Zahl Drei haben vermutlich auch die dreierlei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe im 5. Jahrhundert zur Dreizahl der Könige geführt. Im 8. Jahrhundert wird die Zahlenspekulation dann noch weitergeführt und von dem Jüngling Kaspar, dem Manne Balthasar und dem Greis Melchior gesprochen, die den drei bekannten Kontinenten Europa, Afrika und Asien zugeordnet werden - eine Interpretation der Weissagung aus Jesaja 60.

In der katholischen Kirche genießen sie als die ersten Anbeter des Heilandes aus der Heidenwelt allgemeine Verehrung. Ihr Festtag – Epiphanias – hat eine große Volkstümlichkeit erlangt, seitdem ihre Reliquien im 12. Jahrhundert von Mailand nach Köln gebracht wurden und seit dem 13. Jahrhundert in dem nach ihnen benannten Prachtschrein des Kölner Doms ruhen.

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Aktualisiert: 12.05.2016
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