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Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim

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Kleines Lexikon zu Kirche & Glauben

Buchstabe R:

Ratsvorsitzende/r der EKD

Der oder die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird gemeinsam von der Synode der EKD und der Kirchenkonferenz aus der Mitte der Ratsmitglieder für die Dauer von 6 Jahren gewählt. Er oder Sie ist damit oberste/r Repräsentant/in der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vertritt den deutschen Protestantismus in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit. Seit November 2014 ist der bayerische Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm amtierender Ratsvorsitzender der EKD. (Weitere Infos zur EKD finden Sie unter dem entsprechenden Stichwort)

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Reformationstag

Am 31. Oktober 1517 heftete - so die Überlieferung - der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther 95 lateinisch geschriebene Thesen über den sogenannten Ablasshandel an die Schlosskirche in Wittenberg. Gedacht waren diese Thesen als Anstoss für eine wissenschaftliche Diskussion, aber dieser Thesenanschlag brachte einen Stein ins Rollen, der Deutschland und Europa nachhaltig veränderte.

Historisch gesichert ist dieser Thesenanschlag nicht, sicher ist aber, dass Martin Luther an diesem Tag seine Thesen, in denen er die Praxis des Ablaßhandels anprangerte und die Behebung der Mißstände anmahnte, an seine Vorgesetzten sandte. Und ebenso sicher ist auch, dass seine Thesen schon sehr bald ins deutsche übersetzt und vielfach abgedruckt wurden. Und das Echo war gewaltig, Martin Luther wurde unversehens an die Spitze einer Erneuerungsbewegung katapultiert, aus der die unterschiedlichen protestantischen Kirchen hervor gingen. So ist der 31. Oktober bis zum heutigen Tag der Gedenktag an den Beginn der Reformation. Wenn auch in den meisten Bundesländern kein staatlicher Feiertag, so wird er doch vielerorts mit Abendgottesdiensten begangen.

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Reliquien

(lat. = Zurückgelassen) Darunter versteht man in der christlichen Tradition Überbleibsel von Heiligen, Aposteln und Märtyrern, sowie Gegenstände, die vermutlich aus deren Besitz und Gebrauch stammen. Hierzu gehören auch solche, die in irgend einem Zusammenhang zu Tod und Auferstehung Jesu Christi stehen. Sie alle sollen eine Art Verbindung zwischen den Gläubigen und den verehrten Personen schaffen und dadurch auch Teilhabe am göttlichen Heil. Ihre Verehrung entspringt also dem Bedürfnis der Sicherheit. Auch magische Vorstellungen heften sich in der Volksfrömmigkeit oft an solche Reliquien, die zum Ziel von Pilgerreisen und Wallfahrten werden. In vielen katholischen Kirchen sind Reliquien in die Altäre eingelassen.

Im ausgehenden Mittelalter waren Reliquien fast eine Art Kapitalanlage. Ausgerechnet der Landesherr Martin Luthers, Kurfürst Friedrich der Weise, besaß eine der größten Reliqiensammlungen. Die Reformation hat sich gegen die Verehrung von Reliquien gewannt und mit ihrer Aussage, dass Gott den Menschen allein aus Gnade zuwendet, in ihrem Bereich nicht nur der Reliqienverehrung, sondern auch den damit an bestimmten Wallfahrtsorten verbundenen Einnahmen den Boden entzogen.

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Rosenkranz

Durch die Kreuzzüge vom Islam her eingedrungene volkstümliche Gebetsübung der römisch-katholischen Kirche.

58 Perlen werden durch die Finger gleiten gelassen und dabei im Rhythmus der jeweiligen Perlen Glaubensbekenntnis, Ave Maria und Vaterunser gebetet. Die Gebetskette besteht aus fünf Gruppen mit zehn Perlen und je einer größeren Perle dazwischen. Außerdem hat die Kette einen "Anhang" mit einer weiteren Dreiergruppe Perlen, die ebenfalls von je einer dickeren Perle eingerahmt ist und mit einem Kreuz abschließt. Das Kreuz steht im Gebet für das Apostolische Glaubensbekenntnis, die dickeren Perlen für das Vaterunser und die kleinen Perlen für das Ave Maria.

Ähnliche Gebetsübungen gibt es in zahlreichen anderen Religionen. So hilft im Islam beispielsweise die Perlenschnur beim Aufsagen der 100 Eigenschaften Gottes, während sie im Buddhismus und Hinduismus eine Meditationsübung ist. Als Übung und als Heilmittel gegen Gottlosigkeit und Entchristlichung der Familien wurde diese Gebetsübung im Katholizismus, nachdem die Praxis des Rosenkranzgebetes eine Zeitlang an Bedeutung verloren hatte, durch die Piuspäpste des 20. Jahrhunderts wieder gestärkt. Die besondere Ausrichtung des Rosenkranzgebets auf Maria hat zur Ablehnung durch die Reformation geführt.

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Aktualisiert: 12.05.2016
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