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Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim

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Kleines Lexikon zu Kirche & Glauben

Buchstabe W:

Weihnachten

Der Name Weihnachten stammt aus dem Mittelhochdeutschen: "ze den wihen nahten", zu den geweihten ( = heiligen ) Nächten und ist vermutlich heidnischen Ursprungs. Er bezeichnete die geweihten Nächte um die Wintersonnenwende. In christlicher Zeit wurden damit dann die Tage und Nächte zwischen dem Christfest (25.12.) und Epiphanias (06.01.) bezeichnet. Heute ist damit der Heiligabend (24.12.) und die beiden Christfesttage (25. und 26.12.) gemeint.

Ursprünglich feierte die christliche Gemeinde kein Weihnachstfest, sondern die Taufe als Erscheinung des Herrn am 6. Januar beim Epiphaniasfest (Epiphanie = Erscheinung des Herrn). Es galt nämlich als heidnische Sitte, den Geburtstag der Könige festlich zu begehen. Auch biblische Gründe können hierfür geltend gemacht werden: während die Taufe Jesu in allen vier Evangelien bezeugt und als der Beginn des öffentlichen Auftretens und Wirkens Jesu geschildert wird, gibt es nur bei Matthäus und Lukas eine Geburtsgeschichte, die sich allerdings recht stark unterscheiden.

Erst im 4. Jahrhundert n. Chr. wurde in Rom der 25.12. zur Feier der Geburt Christi bestimmte. In der Bibel selber findet sich keine Angabe über den genauen Tag der Geburt Jesu. Der Grund lag wohl darin, dass der römische Kaiser Aurelian (270-275 n.Chr.) diesen Tag zum Fest der Sonne ausersehen hatte. Schon in frühchristlicher Zeit war aber die Sonnensymbolik auf Christus umgedeutet worden. So etwa findet sich in den Grabanlagen unter der Peterskirche in Rom ein Mosaik, das scheinbar den römischen Sonnengott darstellt, tatsächlich aber hat der Strahlenkranz um den Kopf der Gottheit Kreuzesform. Nun wurde also der Festtag des Sonnengottes durch den Festtag Christi ersetzt und damit der Sieg des Christentums im römischen Reich deutlich gemacht. Von Rom aus breitete sich das Christfest im ganzen Reich aus und Kaiser Justin II (565-578 n.Chr.) ordnete Weihnachten für das Reich als allgemeinverbindlich an. Seitdem ist zumindest im Westen Weihnachten nahezu das Hauptfest der christlichen Kirche geworden, was weniger theologische Gründe hat (da hat das Osterfest das größte Gewicht), sondern mit der Volkstümlichkeit und den zahlreichen Bräuchen zu tun hat.

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Weihrauch

Das durchsichtige Harz wird aus einem in Südarabien, aber auch an der Westküste des Roten Meeres wachsenden Strauches gewonnen und wurde schon im Altertum in den unterschiedlichsten Kulturen als Räuchermittel in den Tempeln benutzt. Die aufgrund ihrer wohlriechenden Harze und ätherische Öle entwickeln bei Erhitzen einen aromatischen Duft. Auch im alttestamentlichen Gottesdienst nahm der Weihrauch einen wichtigen Platz ein. Er war Teil der Rauchopfer (2. Mose 30,34) und gehörte zum Speiseopfer (3. Mose 5,11).

Die Ägypter verwendeten ihn auch als Heilmittel und zum Einbalsamieren. In der orientalischen Heilkunde wird die innere Anwendung von Weihrauchharzperlen zur "Stärkung des Geistes und des Verstandes" empfohlen.

Nach Matthäus 2 brachten die Magier dem neugeborenen Jesuskind neben Gold und Myrrhe auch Weihrauch mit. Alle drei Gaben waren sehr kostbar, könnten darüber hinaus aber auch symbolischen Charakter haben, Gold für die weltliche Macht, Weihrauch für die priesterliche Macht und Myrrhe für die Macht der Heilkunst. Mit ihren Geschenken hätten die Fremden, die ja in Erwartung der Geburt eines neuen, großen Königs gekommen waren, dem Kind alle Macht der Welt zu Füßen gelegt.

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Weisen, die

siehe: Drei Könige

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Weißer Sonntag

Der erste Sonntag nach Ostern; an ihm trugen in der Alten Kirche die Täuflinge der Osternacht zum letzten Mal ihre weißen Taufkleider.

Im allgemeinen Verständnis wird der Begriff aber meistens auf die katholische Tradition bezogen, an diesem Tag das Fest der Erstkommunion zu begehen, bei dem die Erstkommunikanten zumeist auch weiße Gewänder tragen.

Im Kirchenjahr heißt der Sonntag allerdings Quasimodogeniti. Der Name leitet sich von einem Vers aus dem ersten Petrusbrief (1. Petr. 2,2) ab, wo es heißt: "Wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil." Da dieser Vers früher in der lateinischen Form "Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile, sine dolo lac concupiscite." an diesem Sonntag gesungen wurde, erhielt er seinen Namen vom Beginn dieses liturgischen Rufes.

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Westerhemd

siehe: Taufkleid

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Wiedertaufe

Die Taufe wurde in der frühen Christenheit als "Herrschaftswechsel" verstanden: Der Täufling ging aus der Herrschaft des Widergöttlichen in die Herrschaft Gottes über. Auf den Apostel Paulus geht das Bild von der Eingliederung in den geistigen Leib Christi zurück. Diese Eingliederung kann nur einmal geschehen, deshalb hat sich von Anfang an auch die Einmaligkeit der Taufe durchgesetzt und deshalb wird die Taufe auch von allen christlichen Konfessionen gegenseitig anerkannt, sofern sie mit Wasser und im Namen des dreieinigen Gottes geschieht. Eine gewisse Ausnahme bilden die Baptisten, die die Säuglingstaufe ablehnen und die bewusste Wahrnehmung der Taufe zur Voraussetzung machen (siehe auch: "Amtshandlungen"). Die Wiedertaufe würde diesen Vorgang in Frage stellen, quasi aus menschlicher Sicht wiederrufen, der eigentlich Handeln Gottes am Menschen ist.

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Aktualisiert: 12.05.2016
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