Die Diakonie ist seit vielen Jahren ein wichtiges Arbeitsfeld unserer Kirchengemeinde, stets orientiert an dem, was notwendig und möglich ist. Immer wieder wurden deshalb auch Projekte beendet und neue ins Leben gerufen. So auch die...
ÖKUMENISCHE EINKAUFSHILFE
Die zunehmende Konzentration von Supermärkten in einem Ortsquartier, bzw. am Ortsrand macht immer mehr älteren und gehbehinderten Menschen in Bischofsheim Schwierigkeiten, denn diese Supermärkte sind für sie zu Fuß nicht erreichbar. Insbesondere in der Böckler-Siedlung ist dies zu einem großen Problem geworden, aber auch für die Menschen, die im südlichen Ortsgebiet wohnen, gibt es keine Einkaufsmöglichkeit in ihrer Nähe. Nachbarn oder Verwandte übernehmen in vielen Fällen den Einkauf und das ist auch gut so. Trotzdem geht dadurch aber nicht wenigen Senioren ein weiteres Stück Eigenständigkeit und auch Kontakt mit dem öffentlichen Leben verloren. Hier möchten wir unsere Hilfe anbieten.
Die Idee ist schon etwas älter, der neubesetzte Ausschuss für Diakonie und Seniorenarbeit hat sich des Projektes gleich zu Beginn seiner Arbeit angenommen und schnell die ersten Hürden auf dem Weg zur Umsetzung bewältigt, denn angesichts der zunehmenden Reduzierung des Zivildienstes ist solch ein Projekt nur noch mit Hilfe ehrenamtlicher MitarbeiterInnen zu realisieren. Die Befürchtung, dass es schwierig werden würde, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, hat sich als ganz und gar unbegründet erwiesen. Binnen kurzer Zeit konnten 11 Freiwillige gewonnen werden, zum großen Teil Männer, die gerade ins Rentenalter eingetreten sind.
Mit ihrer Hilfe wird nun mehrmals in der Woche ein Fahrdienst zu einem Einkaufszentrum angeboten. Interessierte Senioren können sich in unserem Pfarrbüro anmelden. Wir bieten unsere Einkaufstouren an unterschiedlichen Wochtentagen an. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir immer erst versuchen die bereits vorhandenen Touren aufzufüllen, bevor wir eine neue Tour einrichten. Sie werden dann mit unserem Gemeinde-Fahrzeug zu Hause abgeholt und nach dem Einkauf auch wieder zurück gebracht. Der Fahrdienst ist kostenlos.

"DIE TAFEL"
In ökumenischer und mainspitzweiter Zusammenarbeit wurde im Jahr 2006 eine kostenlose Lebensmittelverteilung für Menschen ins Leben gerufen, die ihren Unterhalt von der ARGE beziehen, ein kleines Einkommen oder eine geringe Rente bekommen. Inzwischen ist die Aktion Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und darf sich deshalb auch offiziell "Tafel" nennen.
Seit dem Frühjahr 2008 unterhält die Tafel auch eine Ausgabestelle in Bischofsheim: Mittwochs um 13.15 Uhr werden in Bischofsheim im evangelischen Gemeindehaus im Keltenweg Lebensmittel ausgegeben. Menschen mit geringem Einkommen wird bei Vorlage eines Einkommensnachweises, eines Renten- oder ARGE-Bescheids ein Ausweis ausgestellt, der zum Abholen der Lebensmittel berechtigt.
Rund 300 Familien werden inzwischen Woche für Woche an den drei Ausgabestellen in Ginsheim, Gustavsburg und Bischofsheim durch zahlreiche Ehrenamtliche mit gespendeten Lebensmitteln versorgt. Damit dieses gleichermaßen erfolgreiche und notwendige, wie für eine reiche Gesellschaft beschämende Projekt auch in Zukunft auf sicheren organisatorischen Füßen steht, wurde im September 2010 nach entsprechenden Beschlüssen der beteiligten Kirchenvorstände die Trägerschaft in die Hände des Diakonischen Werkes Groß-Gerau/Rüsselsheim gegeben. An der konkreten Arbeit vor Ort ändert sich dadurch aber nichts. ... mehr

HOSPIZ-HILFE
Bereits seit ein paar Jahren ist unsere Kirchengemeinde Mitglied in der Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V., die 1994 gegründet wurde und sich der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen gewidmet hat. Die ehrenamtlichen HospizhelferInnen, die vor ihrem Einsatz entsprechend geschult werden, stehen auch für die Begleitung in Bischofsheim bereit.
Außerdem bietet der Verein auch regelmäßig Trauergruppen an.
Neu ist das Projekt "Café Lichtblick", das im Februar 2008 in den Räumen des Gemeindehauses der Evangelischen Stadtkirche Rüsselsheim seine Pforten öffnete. Dahinter verbirgt sich ein offenes Angebot, für all jene die einen nahestehenden Menschen verloren haben, oder überhaupt mit Verlusterfahrungen zu kämpfen haben und in ihrer Situation Gesprächspartner suchen. Ehrlicher Umgang, Erfahrungsaustausch ohne Besserwisserei, Zuhörer mit Herzensbildung sind dem versprochen, der hier bei Kaffee oder Tee versuchen möchte, seine Trauer nicht zu einem Teufelskreis werden zu lassen. Diplom-Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin Dorothea Castor und ihr Team leiten dieses neue Angebot. Der Zuspruch ist so positiv, dass das Angebot inzwischen in das Rüsselsheimer Haus der Senioren umgezogen ist, wo es jeweils am letzten Sonntag eines Monats um 15 Uhr seine Pforten öffnet. ... mehr
Ganz neu ist auch die Idee, erfahrene Hospizhelfer für Unterrichtsprojekte zum Thema Tod und Sterben an den Grundschulen ausbilden zu lassen. Aus dem Bundesfamilienministerium stammt dieser Gedanke, der jährlich jeweils ein Wochenprojekt dazu vorsieht, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, Fragenn zu stellen und von ausgebildeten Menschen Antworten zu erhalten, mit denen sie etwas anfangen können. ... mehr

WELTWEITE DIAKONIE
Seit vielen Jahren unterstützen die evangelischen Gemeinden in der Mainspitze gemeinsam die Aktion Brot für die Welt. Die evangelische Hilfsaktion unterstützt lokale Initiativen, die vor Ort für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Ernährungssicherheit, Bildung, Klimaschutz, fairem Handel oder Gesundheitsvorsorge arbeiten.
Bei besonderen Gelegenheiten vertreiben wir auch Waren aus dem Eine-Welt-Handel, mit dem die Klein-ErzeugerInnen in den sog. Dritte-Welt-Ländern unterstützt werden. Im Rahmen der Ökumenischen Kerb oder auf unserem Weihnachtsmarkt bieten wir unterschiedliche Waren an.

DIAKONIE-SONNTAG
Über Jahre gehörte die Herbstsammlung des Diakonischen Werkes zum Pflichtprogramm im Konfirmationsunterricht. Eine Haussammlung aber ist zeitaufwendig. Um tatsächlich auch zu einem guten Sammelergebnis zu kommen, muss Haustür für Haustür und Wohnungstür für Wohnungstür angelaufen werden. Das kann mehrere Stunden dauern und u.U. muss man auch mehrmals los. Mit der rapiden Ausweitung des Nachmittgsunterrichtes aber bleibt den Jugendlichen dafür immer weniger Zeit. So entsprachen die Sammelergebnisse zunehmend eher einer Pflichtübung, während der organisatorische Aufwand allerdings der gleiche blieb - ein Missverhältnis, das nach Veränderung rief.
Alternativ wollen wir nun den Diakonie-Sonntag - in der Regel der dritte Sonntag im September - mit einem besonderen Gottesdienst aufwerten, der im Rahmen des Diakonie-Projektes von den Konfis auch mit vorbereitet wird. Fester Bestandtteil soll auch der anschließende Verkauf von Waren aus dem Fairen Handel sein. Verstärkt werden soll auch die Werbung rund um den Diakonie-Sonntag, aber auch im Frühjahr, um auf die Arbeit der Diakonie aufmerksam zu machen und zu Spenden zu ermutigen. Spenden für die Diakonie nimmt übrigens auch unser Pfarrbüro entgegen. mehr...

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